Sonntag, 30. Januar 2011

Kroatisch Europäische Kulturgesellschaft feiert ihr 40-jähriges Bestehen

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Am Sonntag, den 30. Januar 2011 feierte die Kroatisch Europäische Kulturgemeinschaft e.V. ihr 40-jähriges Jubiläum im Haus am Dom. Die 1970 gegründete Gesellschaft war die erste ihrer Art in Deutschland und ist heute die älteste ihrer Art in ganz Europa. Ihre Mitglieder sind vornehmlich im Rhein-Main-Gebiet lebende Kroaten, die sich auch kulturell und sozial engagieren und einen Bezug zu ihrer alten Heimat herstellen möchten.

Thomas Kirchner, Stadtverordneter der CDU und integrationspolitischer Sprecher dankte in seinem Grußwort dem Verein für die in vierzig Jahren geleistete Arbeit und führte weiter aus: „Dass wir heute zusammen das 40-jährige Jubiläum feiern, damit hatten die Gründer und Gründerinnen so sicher nicht gerechnet, hatten sich doch viele Kroaten fest vorgenommen, nach ein paar Jahren in Deutschland, wieder in die Heimat zurückzukehren. Dass es nun anders gekommen ist, ist auch ein Zeichen dafür, dass viele Kroaten hier in Deutschland ihre zweite Heimat gefunden haben. Heute können wir zusammen als Nachbarn, Freunde und Frankfurter dieses Jubiläum begehen.“

Ganz im Sinne des von der Stadt Frankfurt vor einigen Monaten verabschiedeten Integrationskonzeptes setzt sich der von Frau Anita Akmadza geleitete und als gemeinnützig anerkannte Verein unter anderem für die Integration der Kroaten und ihre Zusammenarbeit mit den Deutschen Mitbürgern und anderen in Deutschland lebenden Volksgruppen ein und bemüht sich zudem um Bewusstseinsbildung der Landsleute durch muttersprachliche Bildungs- und Kulturveranstaltungen, z.B. Vorträge, Buchlesungen, Podiumsdiskussionen und gemeinsamen Ausflügen.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Volles Haus beim Altennachmittag des Frankfurter Verband für Alten und Behindertenhilfe und des F.C.G. Die Kameruner im Gallus

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Fast bis zum letzten Platz war der große Saal des Haus Gallus am gestrigen Mittwoch gefüllt, als „Die Kameruner“ ihre Faschingssitzung für Seniorinnen und Senioren pünktlich um 16 Uhr 11 eröffneten. Zu sehen waren tolle Tanzeinlagen, lustige Büttenreden und schöne Kostüme. Vielen Dank für die klasse Show! Wer das volle Programm sehen will, der hat dazu in den nächsten Wochen noch mehrfach Gelegenheit dazu. So finden zum Beispiel am 5. und 7. März, jeweils ab 20:11 Uhr (Eintritt ab 19:11 Uhr) Faschingssitzungen statt. Es gibt noch einige, wenige Karten!

Dass „Die Kameruner“ nicht nur Spaß verstehen, sondern sich auch dem Allgemeinwohl widmen, zeigen Sie schon seit langem. So veranstaltet der Verein alle zwei Jahre Benefizveranstaltungen, etwa für die Stiftung „Bärenherz“, die sich um schwerkranke Kinder kümmert. Die diesjährige Veranstaltung findet zugunsten der Praunheimer Werkstätten statt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit geistiger Behinderung in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Traditionell ist aber die Zusammenarbeit der Kameruner mit dem Frankfurter Verband. Schon seit 1971 veranstaltet der Karnevalsverein mit dem größten Träger sozialer Einrichtungen in Frankfurt den Altennachmittag. Dass sie dabei genau den Geschmack der Seniorinnen und Senioren treffen, haben „Die Kameruner“ auch dieses Jahr wieder bewiesen. Darauf ein dreifaches „Hulla Rumba“!

Samstag, 22. Januar 2011

Kunstszene etabliert sich in der Schmidtstraße

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Unscheinbar und allmählich hat sich das Gallus zu einem festen Standort der Frankfurter Kunst- und Theaterszene entwickelt. Kaum zu glauben, aber in der Schmidtstraße wurde am vergangenen Freitag im „Frankfurt Lab“ einer der Events des Jahres – die „Frankfurter Positionen 2011“ eröffnet.

Die 2001 erstmals veranstalteten „Frankfurter Positionen“ verstehen sich als Erfahrungs- und Erkenntnisfeld: Alle zwei Jahre versuchen sie, mit den Mitteln verschiedener Kunstsparten sowie begleitenden analytischen Aussagen eine Positionsbestimmung zu dem sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel und den damit verbundenen Veränderungen in der Lebenswelt der Bewohnerinnen und Bewohner Frankfurts zu formulieren.

Die „Frankfurter Positionen“ wollen so einen kontinuierlichen kreativen Prozess mit dem initiieren, neue Sichtweisen und soziale Phantasien zu entwickeln. 2011 steht die alte Frage des Kampfes zwischen Individuum und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Insgesamt stehen vom 21. Januar bis 9. Februar 13 Uraufführungen und Erstpräsen-tationen von 31 Künstlern auf dem Programm. Wer mehr über die „Frankfurter Positionen 2011“ erfahren will, dem seien diese Internetseiten empfohlen.

Neben dem genannten Event bietet die Schmidtstraße aber noch viel mehr. So gibt es dort einen Live Musik Club mit dem verheißungsvollen Namen „Das Bett“ und das Karaoke Studio "Star Room" in dem man seine Singkünste erproben kann. Wer am Garagensound seiner Band arbeiten will, der findet dafür zwar keine Garage in der Schmidtstraße, dafür aber einen Bunker mit Übungsräumen. Das Gallus hat eben doch sehr viel mehr zu bieten als sein Ruf erahnen lässt.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Ortsbeirat 1 stellt zwei Projekte im Gallus vor

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In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr wurden im Ortsbeirat 1 auf Wunsch der CDU-Fraktion zwei Projekte im Europaviertel vorgestellt. Dabei handelte es sich um die geplante Grünfläche als Wegeverbindung zwischen der Idsteiner Straße und der Schneidhainer Straße sowie die Anbindung des Europaviertels an das Netz der Stadtbahn.

Wegeverbindung zwischen Idsteiner Straße und Schneidhainer Straße

Alteingesessenen Bewohnern des Gallus ist der Weg hinter den Wohnhäusern der Idsteiner Straße 24 bis zur 62 als „Rosengärtchen“ bekannt. Was sich erst einmal idyllisch anhört, ist ein schlichter, ungepflasterter Weg entlang der Mauer, die den nördlichen Teil der Hellerhofsiedlung vom Gleisfeld des ehem. Rangierbahnhofes abgetrennt hat. Ursprünglich konnte man auf diesem Weg von der Ampel gegenüber der Sporthalle der Paul-Hindemith-Schule bis zur Kindertagesstätte 54 in der Schneidhainer Straße laufen. Nach dem Bau einer weiteren Kindertagesstätte (KT 113) hinter dem Wohnhaus Idsteiner Straße 24 bis 30 war dies nicht mehr möglich.

Mit der am 18. Januar 2011 im Ortsbeirat 1 vorgestellten Planung soll sich dies wieder ändern und eine Wegebeziehung zwischen den Kindertagesstätten 54 (Schneidhainer Straße), 113 und der neuen Kindertagesstätte an der Idsteiner Straße (Höhe Schwalbacher Straße) hergestellt werden. Damit ist eine sichere Wegebeziehung unter Umgehung der Idsteiner Straße für die kleinsten Bewohnerinnen und Bewohner unseres Stadtteils gesichert. Zudem entsteht durch den Abriss der alten Grenzmauer zum Areal des ehemaligen Rangierbahnhofes eine weitere Verbindung ins neue Europaviertel. Der Höhenunterschied zwischen beiden Bereichen von 2,5 Meter wird mittels Rampen überwunden, sodass die Barrierefreiheit gewährleistet ist. Der Weg wird an der KT 113 von seinen ursprünglichen Verlauf ein wenig abweichen. An dieser Stelle ist ein Verschwenk vorgesehen, um den Eingriff in die Bewegungsfläche des Kindergartens so gering wie möglich zu halten.

Einziger Wehmutstropfen bei der Realisation der neuen Wegebeziehung ist, dass mehrere alte Pappeln gefällt werden sollen. Diese sind aber laut Grünflächenamt teilweise abgestorben. Zudem werden sie durch junge, 4 bis 5 Meter hohe Bäume ersetzt werden.

U-Bahn für das Europaviertel

Mit der Magistratsvorlage M 240 beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Verlängerung der Stadtbahnstrecke B bis zum westlichen Ende des Europaviertels. Laut den vom Geschäftsführer der VGF, Herrn Michael Budig, präsentierten Plänen wird das Europaviertel über eine bereits bestehende Abzweigung am Platz der Republik, die ursprünglich für eine U-Bahn-Strecke unter der Mainzer Landstraße vorgesehen war, erschlossen. Für die Streckenverlängerung wird ein tägliches Fahrgastaufkommen von rund 60.000 Ein- und Aussteigern prognostiziert.

Laut Magistratsvorlage wird die Streckenerweiterung der Linie U5 insgesamt folgende 4 Haltestellen umfassen: „Güterplatz“, „Emser Brücke“, „Europagarten“ und Wohnpark. Die Fahrzeit vom Güterplatz zur Endhaltestelle beträgt ca. 5 Minuten. Wolfgang Kreickmann, Ortsvorsteher des Ortsbeirates 1 legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass es sich hierbei nur um Arbeitstitel handelt. Das Recht bei der Namensgebung liegt einzig und allein beim Ortsbeirat.

Thomas Kirchner, Stadtverordneter für das Gallus, freut sich darüber, dass nun nach jahrelangen Diskussionen im Römer Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Anbindung an das U-Bahn-Netz bringt dem nördlichen Gallus eine noch bessere Anbindung an den ÖPNV. Damit geht eine alte Forderung der CDU im Stadtparlament in Erfüllung.

Samstag, 15. Januar 2011

Fotos aus dem Gallus von Barbara Walzer im Ordnungsamt

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Außergewöhnliche Bilder an einem außergewöhnlichen Ort. So könnte man die Vernissage zusammenfassen, die seit Freitag, 14. Januar 2011 im Frankfurter Ordnungsamt in der Kleyerstraße 86 zu sehen ist. Gezeigt werden Bilder der Hobbyfotografin Barbara Walzer, die sich seit März 2010 im Gallus im Rahmen des "Projektes Stadtteilentwicklung und Kulturarbeit" der gemeinnützigen Frankfurter Frauenbeschäftigungsgesellschaft (GFFB) umgesehen hat. Die Eröffnung der Ausstellung fand im Beisein des Leiters des Ordnungsamtes, Herrn Jörg Bannach, der Geschäftsführerin der GFFB, Frau Barbara Wagner, sowie geladenen Bürgerinnen und Bürger statt, zu denen sich auch Ortsbeiräte und Stadtverordnete aus dem Gallus gesellten.

Winfried Becker, Direktor des benachbarten Gallus-Theaters brachte nach einem kurzen historischen Ausflug in die Geschichte des Gallus seine Freude über die gelungene Zusammenarbeit zwischen dem Ordnungsamt und den Kulturschaffenden zum Ausdruck. Zudem äußerte er die Hoffnung, dass diese Fotoausstellung einen Beitrag dazu leistet, die vielen positiven Seiten des Stadtteils über die Grenzen des Gallus hinaus bekannter zu machen.

Im Dornbusch, dem Heimatstadtteil von Barbara Walzer, wird das Gallus auf jeden Fall eine leidenschaftliche Fürsprecherin haben. Die Fotografin berichtete in ihrer Rede von den vielen Begegnungen, die sie während des vergangenen Jahres im Gallus hatte. Die Menschen, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Eigenarten aber besonders deren Freundlichkeit und Offenheit sind es, die Barbara Walzer besonders in Erinnerung bleiben werden. So zeigen dann ihre Bilder auch Impressionen eines lebendige Stadtteils mit all seiner kulturellen Vielfalt, seinen Stimmungen und vor allem den Menschen, die ihn prägen.

Die Schau in Foyer des Ordnungsamtes ist noch bis zum 11. Februar 2011

montags und donnerstags von 8 bis 18 Uhr,
mittwochs von 7.30 bis 15 Uhr und
freitags von 7.30 bis 14 Uhr

in der Kleyerstraße 86, im Stadtteil Gallus zu sehen.

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