Donnerstag, 23. Juni 2011

WM 2011: Frauenfußball hat seinen Ursprung im Gallus

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Rechtzeitig zur Frauenfußball-WM 2011 eröffnete in der Paulskirche die Sonderausstellung "20 Köpfe 11 Geschichten - Zur Historie des Frauenfußballs in Frankfurt am Main" am vergangenen Mittwoch ihre Pforten. Gezeigt werden persönliche Exponate der Spielerinnen, Fotos der ersten Teams und natürlich auch Pokale, die die Fußballerinnen über die Jahre hinweg gewonnen haben.

Das der Stellenwert und die Anerkennung des Frauenfußballs keine Selbstverständlichkeit ist, darüber gibt auch das vom Eintracht Frankfurt Museum heraugegebene Begleitheft zur Ausstellung Auskunft. Zwar wurde der erste Frauenfußballverein in Deutschland bereits 1930 in Frankfurt gegründet, doch die "offizielle Zulassung von Damenfußballspielen" wurde vom DFB erst auf seinem Bundestag am 31. Oktober 1970 ausgesprochen. Doch anfänglich tats ich der DFB mit den Siegesprämien für seine Damen etwas schwer. Das zeigt auch die kleine Anekdote, die Stadtrat Peter Mensinger, der die Veranstaltung für den Magistrat der Stadt Frankfurt eröffnete, zum besten gab: Als die deutschen Frauen 1989 erstmals Europameister wurden, bekamen sie als Prämie vom DFB ein 40-teiliges Kaffeeservice.

Das Gallus nimmt in der Geschichte des Frauenfußballs einen ganz besonderen Platz ein. Lotte Specht, Tochter eines Metzgers aus unserem Stadtteil und begeisterte Anhängerin des runden Leders, war eine der Wegbereiterinnen des Frauenfußballs in Deutschland.

Lotte Specht wollte nämlich beim Fußball nicht nur zuschauen, sondern selbst kicken. Deshalb suchte sie 1930 per Zeitungsinserat in den "Frankfurter Nachrichten" nach Mitstreiterinnen. Tatsächlich meldeten sich einige Frauen bei ihr und so kam es zur Gründung des 1. Deutschen Damenfußballclubs (1. DDFC) in der Gastwirtschaft Steinernes Haus.

Wer mehr über den Frauenfußball in Deutschland und seine Wurzeln im Gallus erfahren will, der kann die Ausstellung ist im Untergeschoß der Paulskirche noch bis zum 17. Juli 2011 besuchen. Der Eintritt ist frei!

Sonntag, 19. Juni 2011

Quartierspavillon an der Quäkerwiese eröffnet

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Am Freitag, den 17. Juni 2011 wurde der neue Quartierspavillon an der Quäkerwiese seiner Bestimmung übergeben. In Anwesenheit von rund 300 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertretern aus Verwaltung und Politik übergab Ursula Brünner vom Stadtplanungsamt symbolisch den Schlüssel für die Einrichtung an Hartmut Fritz, Direktor des Caritasverbandes Frankfurt. Die Caritas wird den 350 000 Euro teure, rechteckige Gebäude mit edler Holzfassade, großer Glasfront und überdachtem Außenbereich aus Mitteln der "Sozialen Stadt" als Träger für die nächsten 25 Jahre betreiben.

Neben einem rund 110 Quadratmeter großen Bürgercafé mit Straßenverkauf beherbergt der Pavillon das kleine Büro des Nachbarschaftsvereins "Nachbarn im Gallus", der zurzeit noch im Naturfreundehaus in der Friedrich-Ebert-Siedlung untergebracht ist. Dieser möchte den Pavillon künftig auch für regelmäßige Veranstaltungen nutzen. Geplant sind zum Beispiel Computer-Kurse für Frauen, Gedächtnistraining für Senioren und musikalische Früherziehung. Damit erhält das Gallus einen Versammlungsort in seiner Mitte zurück, den es mit dem Verschwinden der Quäkerwiese durch den Bau der Paul-Hindemith-Schule vor rund 25 Jahren verloren hatte.

Mit dem neuen Pavillon erfährt die Kreuzung Frankenallee / Schwalbacher Straße eine deutliche Aufwertung. Auch das problematische Aufeinandertreffen von Trinkhalle mit Alkoholausschank mit entsprechenden Begleiterscheinungen und dem Schulweg der Paul-Hindemith-Schule wurde entschärft. Darüber freut sich auch der Stadtverordnete Thomas Kirchner, der sich noch als Mitglied des Ortsbeirates dafür eingesetzt hatte.

Bleibt zu hoffen, dass das neue „Café Pause“, das von der griechisch-polnischen Familie Koutras betrieben wird, ein Erfolg wird. Die Chancen dafür sind bei einem solch ansprechendem Angebot und einer netten Bedienung, von der sich die Besucherinnen und Besucher am Freitag überzeugen konnten gut. Dafür sprechen auch die Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr und die zentrale Lage im Stadtteil. Für das Gallus ist es allemal eine gute Sache!