Freitag, 1. Juli 2011

Galluswarte und Umgebung sollen aufgewertet werden

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Wahrzeichen und Namensgeberin unseres Stadtteils ist die 1414 erstmals erwähnte Galluswarte. Sie ist (neben der Bockenheimer, Friedberger und Sachsenhäuser Warte) einer von vier Warttürmen der im 15 Jahrhundert errichteten Frankfurter Landwehr. Nun, kurz vor ihrem 600-Jährigen Bestehen, soll die Warte mitsamt der benachbarten Straßenbahnhaltestelle eine Aufwertung erfahren. Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, in einem Architektenwettbewerb den besten Entwurf ermitteln zu lassen.

Die Umgestaltung der Eingangssituation in unseren Stadtteil, an der S-Bahn Station bzw. im Bereich der Galluswarte, steht bereits seit 2003 im Fokus der "Sozialen Stadt Gallus". Die Aufwertung der Eingangssituation ist erklärtes Ziel der sozialen Stadterneuerung und als Kernprojekt im "Integrierten Handlungskonzept Soziale Stadt Gallus" verankert.

Vorbedingung für die nun anstehende komplexe städtebauliche Gestaltungsaufgabe waren unter anderem die Entkernung und behutsame Sanierung des Denkmals Galluswarte, die in den Jahren 2004 bis 2010 erfolgte. Die Entkernung und Sanierung des historischen Wartenturmes wurde von der Sozialen Stadt initiiert und aus städtischen Mitteln finanziert. Als weiterer Schritt wurde ein Planungswettbewerb zur Verlagerung bzw für den Neubau einer zeitgemäßen Toilettenanlage in direkter Nähe zum Eingang der S-Bahnstation bereits durchgeführt.

Dies war gleichzeitig Auftakt zur grundsätzlichen Klärung der stadträumlichen und verkehrlichen Gesamtsituation des Knotenpunktes Galluswarte. Hierfür sollen in einem nächsten Schrit durch einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb die Möglichkeiten einer stadträumlichen Gestaltung ermittelt werden. Ziel des Wettbewerbes und der anschließenden Realisierung soll eine deutliche Aufwertung der Gesamtsituation Galluswarte, bestehtend aus dem Bereich Bahnunterführung, Straßenbahnhaltestelle und der Eingangssituation zur S-Bahnstation sowie des angrenzenden Stadtraumes mit der Inselfläche und der Galluswarte selbst sein.

Thomas Kirchner, der als Stadtverordneter dem Wettbewerb beiwohnt, freut sich, dass es nun endlich konkret wird. Auch im Haushalt der Stadt Frankfurt am Main sind für die Jahre 2010/2011 Planungsmittel in Höhe von insgesamt 450.000,- Euro eingestellt. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen beträgt laut Magistrat rund 3,9 Millionen Euro.