Freitag, 28. Oktober 2011

Verkehrskonzept für das westliche Europaviertel vorgestellt


In der letzten
Sitzung des Ortsbeirates 1 wurde am 25. Oktober das geplante Verkehrskonzept für den westlichen Teil des Europaviertels vorgestellt. Von besonderem Interesse für die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger waren dabe die Verbindungen zwischen Gallus und Europaviertel, sowie die daraus zu erwartenden Verkehrsflüsse.

Der von Vertretern des Straßenbauamtes vorgestellte Rahmenplan hat das Ziel, die das Europaviertel umgebenden Stadtteile miteinander zu verbinden und Gewerbegebiete zu erschließen. Genau hier setzten die von den anweisenden Anwohnerinnen und Anwohner geäußerten Bedenken an. Sie befürchten eine Mehrbelastung für die Stichstraßen die vom Europaviertel ins Gallus führen. Dabei handelt es sich um die Eppenhainer Straße, die Schneidhainer Straße, die Hattersheimer Straße und die Stephensonstraße.

Die Mitarbeiter des Straßenbauamtes sehen diese Gefahr nicht, denn durch ein ausgeklügeltes Einbahnstraßensystem und eine Aufpflasterung der betroffenen Straßen an der Grenze zum Europaviertel soll das Entstehen von Schleichverkehren vermieden werden. Mehr noch, nach den Vorstellungen der Planer soll der bisher bestehende Verkehrsaufwand im Gallus durch gezielte Ergänzung des untergeordneten Straßennetzes und eine effizientere Verkehrsführung reduziert werden.

Ob dies jedoch so eintreffen, wird sich noch zeigen müssen. Ortsbeirat Wolfgang Kreickmann, der in unmittelbarer Nachbarschaft einer der Stichstraßen ins Europaviertel wohnt, wird dies kritisch prüfen.

Alles in allem bringt das Europaviertel aber vor allem bedeutende Vorteile für das restliche Gallus. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Durchgängige Grünverbindung vom Gallus über den Rebstockpark bis an die Nidda.

- Mitnutzung der Infrastruktur des Europaviertels (Wohnen, Arbeiten, Handel, Kindergärten, Schule und kommerzielle Dienstleistungen.

- Anbindung des nördlichen Gallus an neue Bus- und U-Bahnlinien (geplant ab 2018) im Europaviertel.

- Entwicklung eines verknüpften Stadtraumes vom Gallus über das Europaviertel West und den Kuhwald bis zur City West in Bockenheim.

- Verknüpfung und Verflechtung des Stadtteils Gallus mit den angrenzenden Stadtteilen führt zu kurzen Wegen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Lichtbildvortrag über Peking und Umgebung im Nachbarschaftstreff


Zugegeben, wer an Urlaub denkt, der denkt zuerst wohl nicht unbedingt an die Volksrepublik China. Dem Stadtverordneten Thomas Kirchner ging es zuerst genau so. Doch aus familiären Gründen besuchte er das Land im fernen Osten mehrmals und fasste seine dabei gewonnenen Eindrücke in einem Lichtbildvortrag zusammen, den er im Nachbarschaftstreff Gallus zeigt.

Peking, die Hauptstadt der Volksrepublik China, kann neben einer dreitausendjährigen Geschichte mit vielen Superlativen aus der Gegenwart aufwarten. So umfasst das gesamte Verwaltungsgebiet der Metropole unglaubliche 16.800 Quadratkilometer, was in etwa der Größe Schleswig-Holsteins entspricht. Dort lebten Ende 2009 rund 17,6 Millionen Menschen.

Aufgrund des Wirtschaftsbooms der vergangenen Jahre erlebt Peking eine Entwicklung, deren Dynamik ihresgleichen sucht. Die Stadt verändert sich mit einem unglaublichen Tempo. Wo eben noch ein vertrauter Stadtteil mit kleinen Altstadthäusern und einer beliebten Barstrasse war, befindet sich schon ein paar Monate später ein komplett neuer Stadtteil.

Der Lichtbildvortrag zeigt alte Teile der Stadt und neu entstandene Gebiete. Er gibt einen Eindruck des beschleunigten Wandels wieder, bringt dem Zuschauer aber auch klassische Reiseziele nahe. Zu sehen gibt’s daher unter anderem Bilder von der Chinesischen Mauer, der Verbotenen Stadt und dem Platz des Himmlischen Friedens. Auch Eindrücke von der für Westeuropäer teilweise sehr exotischen, chinesischen Küche sind Teil des Vortrages.

Wer neugierig geworden ist und Lust und Zeit hat, der kommt am Freitag, den 18. November 2011, ab 19 Uhr in den Naturfreundehaus Gallus, Herxheimer Straße 6.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Galluswarte steht im Focus der Anträge der CDU im Ortsbeirat 1

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Die Galluswarte, Eingangstor und Symbol unseres Stadtteils, wird in den kommenden Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren. Ein wichtiger Schritt hierfür ist mit dem Wettbewerb zur Gestaltung der Warte, ihrer Anbauten und dem Bereich unter der S-Bahn-Brücke vollzogen worden. Doch es sind nicht nur die großen Dinge, die im Focus der CDU-Gallus/Gutleut stehen. Nicht nur ansprechende Architektur trägt zur Verschönerung der Galluswarte und ihres Umfeldes bei, sondern auch die Behebung konkreter Missstände.

Genau um diese Dinge kümmern sich nun die Christdemokraten im Ortsbeirat 1. Es mag manchem trivial erscheinen, aber Taubendreck, zumal in solchen Mengen, ist eine solche Sache. Man kann stundenlang über die Farbe der zukünftig vor Ort gelegten Bodenplatten diskutieren, wenn dieses Problem nicht gelöst wird, bestimmen die Tauben, wie der Boden auch in Zukunft aussehen wird.

Seit Jahren ist die Eisenbahnbrücke über den beiden genannten Straßenbahn-, Bus-, und S-Bahnhaltestellen ein Paradies für Tauben. Dies führt nicht nur zu sichtbaren Verschmutzungen der Bürgersteige und Straßen in dem genannten Bereich. Gelegentlich werden auch Passanten, Fahrradfahrer oder auf den Bus wartende VGF-Kunden Opfer von herabprasselndem, die Gesundheit gefährdenden Taubenkot. Fast kaum zu glauben, dass in unmittelbarer Umgebung Obst- und Gemüse verkauft wird.

Bisher haben sich die beteiligten Bereiche, die Deutsche Bahn, die Stadt Frankfurt und die VGF in der Angelegenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Seit fünf Jahren schieben sie sich gegenseitig die Verantwortung zu und geschehen ist nichts. Es ist einfach peinlich, wenn an den beiden am stärksten frequentierten Bushaltestellen des Stadtteils solche zustände herrschen. Das sich etwas in der Einstellung der Verantwortlichen bei der Bahn ändert, ist nach dem Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom 19. Oktober 2011 noch nicht zu erkennen.

In Standardsprache lässt ein Sprecher der Deutschen Bahn lapidar verkünden, das die Probleme nicht in seinem Zuständigkeitsbereich lägen. Auch die Stellungnahme der VGF ist nicht viel besser. Deren Sprecher teilt lapidar folgendes mit: „Im Prinzip stimme es, dass die Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie Bürgersteige und der betroffene Platz zur VGF gehören. Aber das Problem, die Tauben, säßen ja auf der Eisenbahnbrücke und somit auf dem Gelände der Deutschen Bahn.“ Was für eine Haarspalterei zu Lasten der Fahrgäste beider Unternehmen. Immerhin kündigt die VGF jetzt an, die Reinigungsintervalle zu erhöhen.

Der nächste Streich der Deutschen Bahn ist die von den Anwohnern der Bahnstrecke zwischen Hufnagel- und Günderrodestraße lang herbeigesehnte Lärmschutzwand, die unverständlicher Weise auf ihrer westlichen Seite unmittelbar vor der Liegenschaft Mainzer Landstraße 234 endet.

Dies hat für die Anwohner des dort befindlichen Hauses zur Folge, dass sie – wenn es dabei bliebe – weiterhin mit dem insbesondere durch den zunehmenden Güterverkehr erzeugten Lärm zu leben hätten. Bisher war laut Anwohnern von der Deutschen Bahn nicht in Erfahrung zu bringen, welche Gründe diese dafür hat, die Lärmschutzwand nicht über die gesamte benötigte Länge zu führen. Deshalb fordern die Christdemokraten im Ortsbeirat 1 nun von der Bahn Aufklärung. Zudem will man von der Bahn wissen, welche Möglichkeit besteht, die Wand zu verlängern.

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates 1 findet am Dienstag, den 25. Oktober 2011, um 19 Uhr im Ordnungsamt, Kleyerstraße 86, statt.

Samstag, 8. Oktober 2011

Ergebnis des Wettbewerbs zur Neugestaltung der Galluswarte liegt vor

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Die Galluswarte soll aufgewertet werden. Darin war man sich seit langem im Stadtteil, in der Politik und in der Verwaltung einig, nur wie, dass war lange Zeit nicht klar. Deshalb veranstaltete das Stadtplanungsamt einen Wettbewerb, an dem 14 Architekturbüros teilnahmen. Nun gibt es endlich einen Sieger: Der Entwurf des Büros Scheffler und Partner aus Frankfurt am Main.

Leicht gemacht hat es sich die Jury nicht, die am 27. September zusammenkam, um eine Entscheidung zu treffen. Nach 11 Stunden gab es dann allerdings ein einstimmiges Votum zugunsten des Scheffler-Entwurfes. Thomas Kirchner, Stadtverordneter für das Gallus und Mitglied der Jury, ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Der Entwurf zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass Teile des Anbaus aus den fünfziger Jahren erhalten bleiben können. Zum anderen schafft der Architekt durch die Wegnahme eines Kiosks und der Toiletten einen Zugang zum Innenhof und bringt so den Turm der Warte besser zur Geltung.“

Auch das Beleuchtungskonzept für den Turm dient diesem Zweck. Durch in den Boden eingelassene Leuchten mit asymmetrischer Lichttechnik und asymmetrischen Blenden soll der Sockelbereich warmes, gleichmäßig verlaufendes Licht reflektieren. Das Restlicht im oberen Turmbereich soll durch in den Treppenstufen des Mantelgangs eingebaute Leuchten ergänzt werden. Auf der Insel werden ansonsten keine weiteren hohen Lichtquellen eingebaut, die Beleuchtung soll durch an den vorgesehenen Bänken angebrachte lineare Bodenleuchten erfolgen.

Das Umfeld der Galluswarte soll durch eine einheitliche Pflasterung aus hellen großformatigen Betonsteinen aufgewertet und miteinander in Verbindung gebracht werden. Damit gelingt auch der Übergang zum zweiten, neu zu gestaltenden Bereich, der Bus- und Straßenbahnhaltestelle unter der S-Bahn-Brücke.

Auf Flanschen montierte frei strahlende Linienleuchten sollen den Eindruck erzeugen, als können man zwischen den Trägern der Brücke hindurch den Himmel sehen. Die Südwand der Unterführung wird mit transluzenten Glasbausteinen gestaltet. Damit nimmt diese Bezug zur Nordwand, wo sich hinter einer ähnlichen Fassade die neuen öffentlichen Toiletten befinden werden.

Wer neugierig geworden ist, der kann die Entwürfe vom 11. bis 25. Oktober an im Foyer des Gallustheaters in der Kleyerstraße 15 täglich von 11 bis 18 Uhr besichtigen.