Samstag, 28. Juli 2012

Frankfurter Altstadt nimmt Gestalt an


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Bei gefühlten 38 Grad im Schatten informierten sich Stadtverordnete der CDU-Fraktion im Römer am vergangenen Mittwoch auf der Dachterrasse des Hauses am Dom über den aktuellen Stand der Bebauung des Dom-Römer-Areals.

Um sich ein Bild von der zukünftigen Bebauung machen zu können, waren die Anwesenden erstmals nicht mehr nur auf Ausführungen eines Mitarbeiters der Dom-Römer GmbH oder Pläne der geplanten Gebäude angewiesen. Auf dem Areal sind nach der Fertigstellung der Betonplatte über dem Parkhaus nun die Grundrisse der entstehenden Altstadthäuser erkennbar. Der Hühnermarkt und die Gasse „Hinter dem Lämmchen“ sind deutlich erkennbar und so mancher wundert sich, wie klein doch die Grundflächen der entstehenden Altstadthäuser sind.

Wenn alles nach Plan läuft, wird die derzeit nach dem Degussa-Areal zweitgrößte Baustelle der Stadt bis zum Jahr 2016 fertig sein und einen kleinen Teil der einstmals größten zusammenhängenden gotischen Fachwerk-Altstadt Deutschlands wieder hergestellt haben. Insgesamt entstehen derzeit auf dem Areal 35 Gebäude, von denen 15 originalgetreue Rekonstruktionen sein werden. Die restlichen Gebäude werden zwar modern sein, sich aber nach Vorgaben der Gestaltungssatzung für dieses Gebiet in Form und Baumaterial an dem orientieren, was eine Altstadt ausmacht. Zusammen wird so ein harmonisches Ensemble entstehen, dass – angereichert durch verbaute Originalteile der Altstadt (Spolien) – das Flair der vormaligen Bebauung wieder erlebbar machen wird.

Die Bebauung des Areals wird aus logistischen Gründen (die Andienung muss über die Braubachstraße erfolgen) von Süd nach Nord erfolgen. Demnach soll noch in diesem Sommer der so genannte Tisch an der Kunsthalle Schirn abgerissen werden. Dem, so der Fraktionsvorsitzende der CDU im Römer, Helmut Häuser, sicherlich kein Frankfurter nachtrauern wird. Außerdem beginnen ebenfalls dieses Jahr schon die Arbeiten an einem neuen U-Bahn-Ausgang. Nach diesen Vorarbeiten wird im Frühjahr 2013 der erste Hochbau der Altstadt entstehen. Die Nachfrage nach den 20 neuen Altstadthäusern ist laut Angaben der Dom-Römer GmbH riesengroß. Es gibt rund 500 Interessenten.

Weitere Informationen zur Altstadt und zum Verlauf der Diskussion und Planungen seit 2005 können Interessierte dieser Broschüre entnehmen, die es bei der CDU-Fraktion im Römer auch kostenlos in Papierform gibt.