Mittwoch, 27. Februar 2013

Magistrat soll Vereinsbörsen zum Schulbeginn prüfen!

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Die CDU-Fraktion im Römer will den Tag der Einschulung künftig für den Aufbau von Kontakten zwischen Schülern, deren Eltern und Vereinen nutzen. Dazu hat die Fraktion einen Antrag eingebracht, der den Magistrat um Prüfung ersucht, unter welchen Voraussetzungen eine „Vereinsbörse“ an Frankfurter Schulen eingeführt werden könnte. Außerdem soll der Magistrat darlegen, welche unterstützenden Maßnahmen seitens der Stadt gegebenenfalls vorstellbar sind.

Wie der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Kirchner, sagte, biete sich der Tag der Einschulung zum beiderseitigen Kennenlernen sehr gut an. „Damit wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen weiter fördern und Integration in den Stadtteilen erleichtern. Die Vereinswelt kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Kinder in ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten sinnvolle Zeit verbringen, die ihre Entwicklung positiv beeinflusst“, so Kirchner.
Als Beispiel einer gelungenen Kooperation nannte der CDU-Stadtverordnete das vom Sportdezernat zusammen mit dem Sportkreis Frankfurt initiierte Programm „Schulkids in Bewegung“ zur nachhaltigen Bewegungsförderung, durch das Erstklässler an den teilnehmenden Schulen eine vierte Sportstunde wöchentlich von einem Übungsleiter eines Sportvereins im Stadtteil erhalten. Außerdem ermöglicht das Projekt kostenlose Schnupperangebote und gemeinsame Aktionen zwischen Schule und Verein.

„Immer weniger Kinder in Frankfurt sind Mitglied in einem Sportverein, und bei Einschulungsuntersuchungen fällt auf, dass ein gutes Fünftel der Kinder Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung zeigt. Mit dem Schulkids-Projekt kann diesem gefährlichen Trend begegnet werden. Solche Kooperationen mit den Vereinen können wir uns auch in anderen Bereichen sehr gut vorstellen“, äußerte die Bildungspolitikerin.

Der Tag der Einschulung ist nach Auffassung Kirchners besonders geeignet zum gegenseitigen Kennenlernen. „Während die Schüler in ihre neuen Klassenräume geführt werden, verbringen Eltern und Familienangehörige dann gut eine Stunde auf dem Schulhof, bevor sie ihre Kinder wieder abholen können. Diese Zeit ließe sich als niedrigschwelliges Angebot für eine Ansprache der Eltern und eine Präsentation der Aktivitäten von Vereinen und Institutionen im jeweiligen Stadtteil nutzen. Auch die Schulelternbeiräte und die Fördervereine der Schulen sind bei dieser Gelegenheit vertreten“, so Kirchner.

Sport-, Musik-, Kultur- oder Lernvereine könnten sich auf diese Weise den anwesenden Eltern in einer Art „Vereinsbörse“ vorstellen und für ihre Institutionen werben. „Dass sich dies lohnt, zeigen Vertreter von Sprachkursangeboten wie ‚Mama lernt Deutsch‘, die die Vorteile einer Ansprache zu diesem Termin erkannt haben. Wir setzen deshalb darauf, die Vereine zukünftig noch stärker mit den Frankfurter Schulen zu verknüpfen“, sagte der Stadtverordnete.

Sonntag, 10. Februar 2013

Sportdezernent Markus Frank sichert Box- und Tischtenniscamp im Gallus Unterstützung aus der Wirtschaft zu

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In einer konzertierten Aktion der Stadtverordnetenversammlung, des Magistrates der Stadt Frankfurt und Sponsoren aus der Wirtschaft konnte die drohende Schließung des Camps im Gallus abgewendet werden. Stadtverordneter Thomas Kirchner, freut sich über diesen Erfolg, da er dessen Arbeit seit längerem begleitet hatte und sich als Mitglied der Jury für die Vergabe des Integrationspreises für die Auszeichnung des Vereins eingesetzt hatte.

In der ersten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im neuen Jahr erkundigte sich Kirchner denn auch nach dem Stand der Bemühungen um den Erhalt des Camps mit folgender Frage:

Das Box- und Tischtenniscamp Gallus der Sportjugend genießt allgemeine Wertschätzung. Mit dem Ansatz "Fordern und Fördern" unter Beachtung strikter Verhaltensregeln werden schierige oder gefährdete Jugendliche von der Straße geholt und lernen wiederden Wert eines geregelten Lebens kennen. Viele der Jugendlichen machen daraufhin einen Schulabschluss oder schließen ihre Ausbildung ab. Leider ist die Finanzierung des Boxcamps schwierig.

Ich frage daher den Magistrat: Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, über Fördermittel hinaus das Boxcamp zu unterstützten?

Der für den Magistrat antwortende Sportdezernent Markus Frank teilt die Einschätzung, dass die offene Trainingsangebote der Sprotjugend Frankfurt im Box- und Tischtenniscamp Gallus für die jungen Menschen im Stadtteil von großer Bedeutung sind.

Das Box- und Tischtenniscamp Gallus wird daher seit seiner Gründung aus Sportfördermitteln finanziell unterstützt. Aufgrund der hohen sozialen Relevanz des projekts wurden die von der Sportjugend geltend gemachten Übungsleiterkosten zu 100% gefördert.

Für den Zeitraum vom 1. April 2012 bis 31.02.2013 wurde der Sprotjugend Frankfurt für das Camp eine Zuwendung aus Sportfördermitteln in Höhe von 9.000 Euro bewilligt. Der Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung empfahl zudem am 21. Januar 2013 dem Jugendhilfeausschuss das Camp als jugendverbandsähnliches Angebot anzuerkennen und einen Etatantrag an die Stadtverordnetenversammlung zu stellen, um die Mittel für die Sportjugend um jährlich 50.000 Euro zu erhöhen.

Anfang 2013 gelang es dem Magistrat ein großes US-amerikanisches Geldinstitut für die Arbeit des Box- und Tenniscamps zu interessieren. Die US Banker tragen nun mit einer fünfstelligen Spende zum Fortbestand dieser Erfolgreichen Einrichtung im Gallus bei. Das ist ein Erfolg für die Einrichtung und ein Segen für den Stadtteil.

Montag, 4. Februar 2013

Neujahrsempfang des Ortsbeirates 1

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Im Beisein kommunalpolitischer Prominenz läutete der Ortsbeirat 1 mit einem Neujahrsempfang im Gallus-Theater das politische Jahr 2013 ein. Gekommen waren Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil, Vertreter von Vereinen und sozialen Einrichtungen sowie die protokollarische erste Bürgerin der Stadt, die Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Bernadette Weyland und der Bürgermeister Olaf Cunitz.

In ihrer Ansprache ging Dr. Bernadette Weyland auf die Rolle der Ortsbeiräte an,die seit über 30 Jahren mit ihren Anträgen und Anfragen die politische Arbeit in den Stadtteilen nah der Bevölkerung tragen. Sie sprach dabei von einem Erfolgsmodell, das dazu beigetragen hat, demokratische Entscheidungsprozesse nah bei den Bürgerinnen und Bürgern zu treffen.

Dr. Weyland ging auch auf die aktuelle haushaltspolitische Diskussion ein und stellte das Ringen um eine gerechte Verteilung der vorhandenen in den Mittelpunkt ihrer Rede. Sie wieß in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der diesjährige Haushalt für den Bereich „Soziales“ allen über 800 Millionen Euro vorsieht. Soziales, Bildung und Kultur, das sind die Schwerpunkte der schwarz-grünen Stadtregierung.

„Der Ortsbezirk 1 verbindet vieles, was für Frankfurt typisch sei. Seine vielfältige Bevölkerung, seine lebendige Wirtschaftskraft und seine Geschichte, die sich insbesondere in dem zurzeit stattfindenden Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Altstadt wiederspiegelt. Das ist es, was diesen Ortsbezirk so interessant und seine Stadtteile so liebenswert macht“, führte Frau Dr. Weyland weiter aus.

Bürgermeister Cunitz verwies in seiner Ansprache auf die städtebauliche Entwicklung des Gallus. Insbesondere der Wohnungsbau, nicht nur im Europaviertel, habe das Gallus in den vergangenen Jahren geprägt. Zusammen mit ergänzenden Maßnahmen, wie z.B. der „Sozialen Stadt“ ließe sich feststellen, dass der Stadtteil eine positive Entwicklung nimmt.