Mittwoch, 26. Juni 2013

Land Hessen fördert Sozialen Wohnungsbau im Gallus


Auf dem bisher nur als Parkplatz genutzten Areal zwischen Hafen-, Nidda-, Rudolf- und Poststraße sollen bis Ende 2014 / Anfang 2015 ein Bürogebäude und fast 70 Sozialwohnungen sowie ein kleiner Stadtteilpark entstehen. Das Land Hessen fördert das achtgeschossige Wohngebäude mit rund 5,6 Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Wohnprojekts belaufen sich auf rund 13,55 Millionen Euro. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich an der Finanzierung mit 4,85 Millionen Euro. Gleichzeitig werden Mittel aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Bauen – Passiv-haus 55“ in Höhe von 735.800 Euro mit Zinszuschuss aus dem Hessischen Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau zur Verfügung gestellt.

Gebaut werden 20 Ein-zimmerwohnungen mit ca. 46 bis 48 m², 12 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit je ca. 63 m², 21 Drei-Zimmer-Wohnungen mit ca. 69 bis 79 m² und 14 Vier-Zimmer-Wohnungen mit ca. 86 bis 94 m². Die förderfähige Gesamtwohnfläche beträgt ca. 4.550 m² mit einer Anfangshöchstmiete (ohne Betriebskosten) in Höhe von 5,50 Euro pro m² monatlich. Der Park wird über eine Rasenfläche und einen Spieplatz für Kleinkinder verfügen. Zudem wird die Grünfläche von einem Baumraster japanischer Kirchblüten geziert werden. Der Gebäudekomplex wird zudem über eine Tiefgarage mit 102 Stellplätzen verfügen von denen die Hälfte für die Mieter vorgesehen ist.

Thomas Kirchner, der als Stadtverordneter das Gallus im Römer vertritt, freut sich über die Aufwertung, der der Bereich um den Hauptbahnhof damit erfährt. Zudem ist der Bau, so Kirchner, ein Zeichen dafür, dass die Landesregierung aktiv ist, wenn es darum geht, günstigen Wohnraum in Frankfurt zu schaffen. Bei den Bürgerinnen und Bürgern, die am vergangenen Dienstag das Projekt im Ortsbeirat vorgestellt bekamen, fand es einhellig Zustimmung. Mit der Realisierung wurde übrigens bereits begonnen. Das beigefügte Foto zeigt, die bereits ausgehobene Baugrube.

Samstag, 22. Juni 2013

Die Galluswarte als Ort der Geschichte unseres Stadtteils nutzen


Mit dem Bund-Länder-Programm „Sozialen Stadt“ und der daraus hervorgegangenen Geschichtswerkstatt Gallus wurden Aktivitäten ins Leben gerufen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern Zugang zur Geschichte ihres Stadtteils ermöglichen. Broschüren, Fotoausstellungen und Bücher geben nun Auskunft darüber, wie das Gallus entstand, wie es sich entwickelte und welche Menschen bzw. Ereignisse es prägten. An dem geschichtsträchtigsten Punkt des Stadtteils, der Galluswarte findet sich allerdings bisher kein Bezug dazu.

Schade eigentlich, dachten sich die Christdemokraten im Ortsbeirat 1 und fordern nun den Magistrat auf eine dem Standort angemessene Nutzung der Informationsvitrine an der Galluswarte zu ermöglichen. Dazu soll in Zusammenarbeit mit den Stadtteilhistorikern im Gallus (Soziale Stadt) eine Bestückung ermöglicht werden, die über das Gebäude und seine Geschichte informiert. Gegenwärtig wird die Informationsvitrine an der Galluswarte für eine allgemeine Bewerbung des Frankfurter Zoos genutzt.

Rund um die Galluswarte gibt es bisher aber keine Möglichkeit für Interessierte, sich über die Geschichte der Warte und deren zukünftige Gestaltung zu informieren. Ortsbeirat Wolfgang Kreickmann dazu: “Mit der Nutzung der Informationsvitrine ließe sich dies in Kürze und nahezu kostenneutral ändern. Die Nutzung der Vitrine wäre ein Provisorium bis ein nach den Neugestaltungsplänen vorgesehener Ausstellungsraum im Anbau des Warteturms zur Verfügung steht."

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zeppelin- und Taschenpark im Europaviertel eröffnet


Seit vergangenem Mittwoch ist das Gallus um eine öffentliche Grünfläche reicher und der Grüngürtel in und um Frankfurt ein kleines Stück größer. Mit der feierlichen Übergabe des Zeppelinparks und Taschenpark im Europaviertel ist eine grüne Verbindung zwischen dem Gallus und dem Riederwald nun geschaffen worden. Fast genauso lange, wie die beiden Stadtteile bestehen, waren sie durch das Gleisbett des Frankfurter Güterbahnhofs voneinander getrennt. Wer von einem Stadtteil in den anderen wollte, der musste große Umwege in Kauf nehmen. Entweder östlich über die Emser Brücke oder westlich über die Schmittstraße.

Damit ist nun Schluss. Nun kann jeder zu Fuß oder per Rad über eine die Straße der Nationen überspannende Brücke nach Belieben von einem in den anderen Stadtteil wechseln. Doch damit nicht genug. Entlang des Weges sind wunderschöne Blumenbeete angelegt und Sitzgelegenheiten geschaffen worden. Aber nicht nur dem Müßiggang kann gefrönt werden. Wer es sportlich mag, der kommt mit dem neu geschaffenen Fitness- und „Seniorenspielplatz“ voll auf seine Kosten. Die Grünflächen im westlichen Europaviertel machen etwa ein Drittel des Gesamtquartiers aus und sind ein vitaler Beitrag zur lebenswerten Stadt und Green City.

Mit sechs Hektar ist der Europagarten einer der großen innerstädtischen Parks der Stadt. Jetzt wird er ergänzt vom nördlichen Taschenpark, der mit Spielzonen und einer Spiel- und Liegewiese auch auf Besucher aus der künftig angrenzenden Kindertagesstätte, einer Schule und Wohnungen ausgerichtet ist. Das Bindeglied zwischen Taschenpark und Rebstockpark stellt der Zeppelinpark dar. Er ist als Landschaftspark mit verschiedenen Zonen gestaltet. So gibt es solche mit Baum- und Strauchgruppen und andere mit Stauden und Gräsern. An seinem Rand wird ebenfalls eine Kita entstehen.

Der Stadtverordnete Thomas Kirchner, der die unüberwindbare Barriere des Gleisfeldes noch aus Kinder- und Jugendtagen gut in Erinnerung hat freut sich über die Verbindung der beiden Stadtteile und dem Mehr an Grün für das Gallus. Zudem findet man sehr schöne Fotomotive vor Ort, wie das oben abgebildete Foto dokumentiert.