Donnerstag, 12. September 2013

CDU im Gallus will an Hauptgüterbahnhof erinnern.

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Lange prägte der Hauptgüterbahnhof den nördlichen Teil des Gallus. Zum einen bildete er eine unüberbrückbare Grenze zur benachbarten Kuhwaldsiedlung und dem Rebstockgelände, zum anderen war er aber auch ein Arbeitgeber für viele Familien im Stadtteil. Nach dem Ende des Rangierbetriebes im Jahre 1996 und dem Entfernen der Gleisanlage ab 1998 entstand auf dem rund 70 Hektar großen Areal das Europaviertel.

Wer heute durch das im Entstehen begriffene Neubaugebiet im nördlichen Gallus läuft findet (bis auf den Turm des ehemaligen Stellwerkes an der Emser Brücke) keine Hinweise auf die Geschichte des Areals.

Während im Westhafen im Gutleut, der eine ähnliche Wandlung durchlaufen hat, Schilder über dessen vormalige Nutzung erinnern, sucht man Ähnliches im Europaviertel vergeblich.

Deshalb forderten nun die Christdemokraten im Ortsbeirat 1 den Magistrat dazu auf, in angemessener Weise an die Geschichte des Hauptgüterbahnhofs zu erinnern. Dies kann zum Beispiel - wie im Westhafen geschehen - mittels Informationsschilder erfolgen. Dabei ist zu prüfen, ob die Eigentümer (Vivico / Aurelis) sich an den Kosten der Realisierung beteiligen wollen. Auch die Stadtteilhistoriker des Gallus, die über viele Informationen und Fotomaterial zum Hauptgüterbahnhof verfügen, sollen auf Wunsch in das Projekt eingebunden werden. Der Antrag fand in der Augustsitzung des Ortsbeirates eine Mehrheit und wurde nun auf den Weg gebracht.


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